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Überlasst die Parteien nicht den Alten

Überlasst die Parteien nicht den Alten

Der Koalitionsvertrag steht. Aber wer soll das bezahlen? Viele befürchten: die junge Generation. Das wäre kein Wunder. In den beiden Volksparteien ist sie spärlich vertreten. Ändern können die Jungen das nur selbst, auch wenn’s wehtut.

Die Befürchtungen kamen schon, da war der Koalitionsvertrag noch gar nicht fertig: Union und SPD, so beklagten Gewerkschaften und Arbeitsgeber in seltener Einigkeit, wollen die Sozialkassen plündern - zulasten zukünftiger Generationen. Und jetzt, wo der Vertrag fertig ist, sehen sich viele in diesem Urteil bestätigt: Mütterrente, Rente mit 63, solidarische Lebensleistungsrente - ein teurer Spaß seien die Pläne der potenziellen großen Koalition, mehr ein Aufaddieren der jeweiligen Forderungen als ein Kompromiss. Woher das Geld kommt? Ungewiss. Und hängen bleibe die Finanzierung letztlich dann an den zukünftigen Beitragszahlern.

Aus Sicht von Union und SPD sind die Beschlüsse jedoch auf erschreckende Weise logisch. Sie geben einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie der demographische Wandel die Politik verändern könnte.

In einer alternden Gesellschaft haben eben die älteren Wähler mehr und mehr Stimmgewicht. Dazu kommt ein zweiter Aspekt: Noch schneller als die deutsche Gesellschaft altern dem Deutschen Zentrum für Altersfragen zufolge die Parteien, besonders jene, die gerade über den Kurs der kommenden vier Jahre verhandeln. Mehr als die Hälfte der SPD-Mitglieder und ziemlich genau die Hälfte aller CDU-Mitglieder ist bereits heute über 60 Jahre alt. Die CSU liegt mit48 Prozent nur knapp darunter. Zum Vergleich: Nur etwa 25 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung gehören dieser Altersgruppe an.

In einer alternden Gesellschaft haben eben die älteren Wähler mehr und mehr Stimmgewicht. Dazu kommt ein zweiter Aspekt: Noch schneller als die deutsche Gesellschaft altern dem Deutschen Zentrum für Altersfragen zufolge die Parteien, besonders jene, die gerade über den Kurs der kommenden vier Jahre verhandeln. Mehr als die Hälfte der SPD-Mitglieder und ziemlich genau die Hälfte aller CDU-Mitglieder ist bereits heute über 60 Jahre alt. Die CSU liegt mit 48 Prozent nur knapp darunter. Zum Vergleich: Nur etwa 25 Prozent der deutschen Gesamtbevölker